Städtischer Sauna- und Wellnessbereich schreibt in Lübeck schwarze Zahlen

Koblenzer BIZ-Stadtratsfraktion trifft Bürgermeister und FW Stadtratsfraktion von Lübeck

Auf dem Foto von links nach rechts: Stephan Wefelscheid, Bürgermeister Jan Lindenau, Angela Keul-Göbel, Thomas Misch, Gabriele Hofmann und Gregor Voht im Rathaussaal von Lübeck

Lübeck. Über zwei Stunden nahm sich der im November 2017 neu gewählte Bürgermeister Jan Lindenau (39, SPD) Zeit für den interkommunalen Austausch mit den Koblenzer Gästen der BIZ-Fraktion. Mit dabei waren auch der Lübecker Stadtratskollege Thomas Misch und der FREIE WÄHLER Bundesvize Gregor Voht, welche die Interessen der FREIEN WÄHLER in der Hansestadt Lübeck vertreten. Die Schnittmenge der Themen, die die beiden Kommunen bewegen, ist groß. Dementsprechend rege war der Austausch zwischen den Lübecker Kommunalpolitikern und den Fraktionsmitgliedern der BIZ. Besonders interessiert war die Koblenzer Delegation an den positiven Resultaten des Lübecker Bäderbetriebs, über die der Bürgermeister Jan Lindenau der Fraktion zu berichten wusste. Das rund 215.000 Einwohner umfassende Lübeck verfügt über 9 Schwimmstandorte. Darunter befinden sich 4 Flussfreibadestellen, deren Liegenschaften im Besitz der Hansestadt sind, welche aber von Vereinen saisonal betrieben werden, sowie 2 beheizte Freibäder mit saisonaler Nutzung über maximal 4 Monate mit je einem, verpachteten Kioskbetrieb. Besonders von Interesse war für das BIZ Ratsmitglied Stephan Wefelscheid, dass Lübeck auch über gleich 2 Hallenbäder und ein Sportbad mit angegliedertem städtischen Saunabetrieb verfügt, wobei die Gastronomie jeweils verpachtet ist. Auf die Nachfrage Wefelscheids erklärte Lindenau, dass Lübeck keinesfalls auf den eigenen Saunabetrieb verzichten würde, da gerade Saunabetrieb und Kursangebote im Wellnessbereich den Lübecker Bürgern ein interessantes Angebot und vielfältige Möglichkeiten zur Gesunderhaltung bieten und zur Attraktivität des Hallenbades und damit zu höheren Besucherzahlen beitragen würden. Der Sauna und Wellnessbereich sei sowas wie die Perle des Bäderbetriebes, die Lübeck deshalb auf keinen Fall privatisieren würde. Der auszugleichende Verlust der Bäderlandschaft betrug dank der guten Saunazahlen in den vergangenen 3 Jahren jeweils nur 3,8 Millionen Euro pro Jahr für alle 9 Standorte zusammen. Die Besucherzahlen lagen im Mittel bei 500.000 Eintritten pro Jahr. Die Kombination aus Sauna- und Wellnessbereich mit dem Hallenbad sei insofern ein Erfolgsmodell, das in Lübeck sogar noch weiter ausgebaut werden soll. Die BIZ Fraktion sah sich nach diesen Ausführungen in ihrer eigenen Position bestätigt, das auch Koblenz den geplanten Sauna- und Wellnessbereich unbedingt selber planen, bauen und betreiben sollte, damit die Gewinne daraus dem städtischen Hallenbad zu Gute kommen kann. Was unter einem SPD OB in Lübeck möglich ist, sollte auch unter einem SPD OB in Koblenz möglich sein.

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