Nahversorgung in Arenberg

Projekte im Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt

Koblenz. In der letzten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses haben die Projektentwickler von NORMA und REWE auf Antrag der BIZ-Fraktion ihre Vorstellungen der Nahversorgung für Arenberg, Immendorf und Niederberg präsentiert. Doch zunächst berichtete eine Vertreterin der GMA (Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) darüber, dass die Nahversorgung heute in vielen Orten ein großes Problem darstellt, weil Einzelhandelsbetriebe abwandern. Die demografische Entwicklung und Konzentrationsprozesse im Lebensmitteleinzelhandel – es gibt nur noch vier Anbieter- steigern die Problematik.

Aufgrund der notwendigen Wirtschaftlichkeit gibt es hohe Anforderungen für die Ansiedlung neuer Anbieter: Die Mindestgröße des Grundstücks soll 5.000 Quadratmeter betragen bei 3.000 Einwohnern im Einzugsgebiet in 500 bis 700 Metern fußläufiger Entfernung. Diese mehr akademische Betrachtung wurde ergänzt durch die Vorstellung von zwei konkreten Vorhaben:

Der NORMA-Markt ist mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche im Bereich des jetzigen Parkplatzes und Spielplatzes Immendorfer Straße geplant. „Der Spielplatz, der jetzt über eine Fläche von 1.200 m² verfügt, soll auf die Fläche direkt neben dem Spielplatz verlegt werden“, berichtet Edgar Kühlenthal, BIT-Ratsmitglied. Diese Fläche ist mit 1.400 m² größer als der jetzige Spielplatz. „Der neu zu bauende NORMA-Parkplatz soll den Kirchenbesuchern ebenfalls zur Verfügung stehen“, ergänzt BIZ-Ratsfrau Angela Keul-Göbel. Für den Investor ist das fußläufige Einzugsgebiet aus Arenberg und Immendorf ausreichend.

Der bereits ansässige Metzger kann integriert werden und von der zusätzlichen Frequenz profitieren. Hier gibt es zum Beispiel im NORMA-Markt in Gerolstein ein positives Beispiel.

NORMA- und REWE-Vertretungen betonten beide, dass sie unabhängig voneinander an den jeweils vorgesehenen Standorten investieren wollen.  REWE will dies auf einem Grundstück zwischen der L 127 und der Straße Niederberger Höhe realisieren, weil eine adäquate Nahversorgung auch in Niederberg fehlt. Die Pläne sehen einen Vollversorgungsmarkt von 2.600 m² mit ausreichendem Parkplatzangebot vor. Bei beiden Projekten ist neues Baurecht herzustellen. Deshalb wird für beide Konzepte ein vorhabenbezogener  Bebauungsplan angestrebt. Wichtig ist dabei, dass auch der NORMA-Markt in Niederberg/Ehrenbreitstein noch für eine bestimmte Dauer aufrechterhalten wird.

„Es ist wichtig für die gesamte rechte Rheinseite, dass diese Projekte realisiert werden“, erklären die BIZ-Ratsmitglieder Edgar Kühlenthal und Angela Keul-Göbel. „Deshalb sind wir froh, dass jetzt beide Vorhaben weiter verfolgt werden und wir nicht auf die Entwicklung in der Fritsch-Kaserne warten müssen.“ Das wäre auch für Arenberg und Immendorf keine Alternative.

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