Energie- und Umwelt

BIZ plädiert für kommunale Energieeffizienz!

– Für bessere Umweltbilanz bei spürbarer Entlastung des städtischen Haushalts –

Die Stadt Koblenz verbraucht pro Jahr ca. 26 Millionen kWh elektrischen Stroms1, außerdem Erdgas und Heizöl für die vielen städtischen Gebäude, nicht zu vergessen Treibstoffe für die städtischen Fahrzeuge. Welche Kosten der Energieverbrauch insgesamt pro Jahr im städtischen Haushalt verur­sacht, kann die Verwaltung wegen fehlender Zuordnung der Energiekosten auf die Kostenstellen nicht beziffern. Allein der städtische Stromverbrauch dürfte das Budget aber bereits mit ca. 5,2 Milli­onen Euro pro Jahr belasten2.

Prof. Dr. Elmar Schlich

Prof. Dr. Elmar Schlich

Die BIZ, vertreten durch Universitätsprofessor Dr.-Ing. Elmar Schlich , hat bereits in der Haushalts­strukturkommission der Stadt Koblenz im Jahr 2012 fundierte Vorschläge zum Energiesparen unter­breitet, die gleichzeitig den öffentlichen Haushalt entlasten würden:

  • Die Stadt könnte kurzfristig in ihren Amtsgebäuden, Schulen, Krankenhäusern, Schwimmbä­dern, Eigenbetrieben und bei der Straßenbeleuchtung veraltete Glühbirnen durch moderne LED-Leuchtmittel ersetzen und so ca. 90 % Strom für die Beleuchtung sparen. Diese über Kredite finanzierte Investition würde sich über die geringere Stromrechnung kurzfristig refi­nanzieren und wäre zudem ökologisch sinnvoll.
  • Die Stadt könnte mittelfristig ältere Dienstwagen durch sparsame kleinere Fahrzeuge erset­zen und so bis zu 30 % Treibstoff für die alten Spritschlucker einsparen. Diese über Kredite fi­nanzierte Investition würde sich über die geringere Tankstellenrechnung mittelfristig refinan­zieren und wäre zudem ökologisch sinnvoll.
  • Die Stadt könnte langfristig neue Energiesparfenster in ihren Liegenschaften einsetzen und so ca. 50 % Heizwärme einsparen, die bisher über die alten Fenster verloren geht. Diese über Kredite finanzierte In­vestition würde sich über die geringere Heizkostenrechnung langfristig refinanzieren und wäre zudem ökologisch sinnvoll.

Für all diese Maßnahmen bedürfte es einer fundierten Gesamtplanung, die alle Bereiche des investi­ven und konsumtiven Haushalts der Stadt umfasst. Die wenigen Beispiele verdeutlichen aber bereits, was Umweltfachleute seit den 1990-er Jahren bereits nach­drücklich empfehlen: Energiesparen ist immer die beste Energiequelle und refinanziert sich zudem mittelfristig selbst!

Statt – wie z. B. die Grünen im Land – über neue Schulden eine aufgeblähte Energieagentur (70 Leute und 7 Millionen € pro Jahr) zu finanzieren, um dem Wahlvolk ihre „Energiewende“ zu erklären, setzt die BIZ sich nachdrücklich dafür ein, vor Ort in Energieeffizienz zu investieren. Zur Förderung und Beurteilung von Maßnahmen zur Energieeffizienz empfiehlt die BIZ in Koblenz die Nutzung von In­strumenten, die sich seit langem bewährt haben, wie z. B.:

  • Zielvereinbarungen mit der Verwaltung zur Minderung des Energieverbrauchs,
  • Budgetierung der Energiekosten auf die städtischen Kostenstellen,
  • Amortisationsrechnungen nach VDI 2067 für denkbare Maßnahmen,
  • Contracting mit örtlichen Energiedienstleistern,
  • Einbeziehung der örtlichen Fachkompetenz im Handwerk und bei den Kammern sowie
  • Auslobung von Energiepatenschaften für Schulen.

Durch die Initiative der BIZ im der Haushaltsstrukturkommission der Stadt Koblenz sind erfreulicher Weise erste Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in der Stadt erkennbar. Die BIZ wird sich gleichwohl weiterhin für eine bessere Energieeffizienz und somit für eine spürbare Entlastung des städtischen Haushalts einsetzen.


1 Quelle: Rhein-Zeitung 2013.

2 Quelle: Schätzung mit einem mittleren, relativ niedrigen Strompreis brutto von 0,2 €/kWh.